Die Alternative zu Auto und Fahrrad

 

Die Motorräder von heute wären kaum denkbar ohne ihre technischen Vorläufer, schon 1869 wurden sie in Frankreich und später in den USA gebaut. Gottfried Daimler verpasste 1885 seinem Reitwagen einen Benzinmotor, kam aber dabei nicht ohne Stützräder aus. Erst neun Jahre später gelang die Serienproduktion, seitdem ist der Begriff patentrechtlich geschützt. Die industrielle Produktion nahm Indian in Angriff, Fortschritte in der Benutzung brachten die Erfindung des Spritzdüsenvergasers und der Magnetzündung. Die Befestigung des Motors am Rahmen verdankt die Motorradgemeinde den Franzosen, die Kardanwelle den Belgiern. Die Briten schufen den Kickstarter, Amerikaner den elektrischen Anlasser und die Italiener den Doppelkolbenmotor. Die Produktion der Indian wurde von Harley-Davidson überflügelt, dann von DKW und später von NSU. Seit den 1970er Jahren stammen die meisten Motorräder aus den Hallen von Honda. Die Japaner schafften es als Erste, den Vierzylinder-Viertaktmotor quer einzubauen, Amerika gebührt das Verdienst, mit Modellen von Boss Hoss die stärksten Motoren auf den Markt gebracht zu haben. Mit der zunehmenden Verbreitung von Automobilen ließ der Absatz im Motorradsektor nach, bis Motorräder als Freizeitvergnügen wiederentdeckt wurden, was Firmen wie Triumph und MV Agusta zur Wiederbelebung verhalf. Zu den Motorrädern zählen Zweiradkonstruktionen und Gespanne mit Beiwagen, Trikes und Quads gehören in eine andere Klasse.

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